Spione in Arosa und St. Moritz 

Die auf die Dauer wohl namhaftesten Bündner ZSC-Importe kamen aus Arosa und St. Moritz. Sie leiteten zusammen mit ihren Kameraden den ersten ZSC-Höhenflug in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein und schrieben Zürcher Eishockey-Geschichte. Die Namen der beiden ZSC-Ehrenmitglieder: Heini Lohrer, Jahrgang 1918, Fredy Bieler, Jahrgang 1923. Diese zwei Schweizer Eishockey-Ikonen erblickten das Licht der Welt vor dem ZSC (Gründungsjahr 1930). Center Heini Lohrer war sowohl Kopf wie Herz seiner Mannschaften und die eigentliche Schlüsselfigur im legendären „er“-Sturm. Er schoss in 74 Länderspielen 64 Tore. Noch treffsicherer war der rechte Flügel Fredy Bieler, der 53-mal für die Schweiz spielte und 60-mal skorte. Lohrer bestritt zwischen 1935 und 1959 ungefähr 500 ZSC-Spiele („Ich führte nie Statistik.“), Bieler brachte es von 1941 bis 1951 auf etwa 400 ZSC-Einsätze („Ich führte nie Statistik.“). Mit dem ZSC gewannen die zwei Freunde Schweizer-Meister-Titel, den Spengler Cup, hochkarätige internationale Begegnungen und, und, und. Mit der Nationalmannschaft holten sie Olympia-Bronze, EM-Gold, WM-Meriten. Lohrer verabschiedete sich im Dezember 2011 im Alter von 93 in die Ewigkeit. Bieler folgte ihm 2013 mit 90 Jahren. 2008 hatten die beiden damals rüstigen Senioren ein Interview gegeben, das viel über die Pioniertage des Eishockeys aussagt. Heini Lohrer, Fredy Bieler, sind Sie dank Ihren Eishockey-Erfolgen reich geworden? Lohrer: Nicht unbedingt. Pro Nationalmannschafts-Einsatz erhielten wir zehn Franken, einmal sogar 15 Franken, weil wir in Basel übernachten mussten. Bieler: Noch weniger zahlte der ZSC, nämlich nichts. Wir mussten sogar die Schlittschuhe selbst kaufen. Warum sind Sie dann überhaupt nach Zürich gekommen? Lohrer: Wegen den besseren beruflichen Möglichkeiten.