Spielbericht

ZSC - EHC Thalwil (6:8)

04.11.2017
Ort: Kunsteisbahn Oerlikon

Das verschlafene Start Drittel!

Nach dem Ausscheiden im Cup vom vergangenen Samstag in der zweiten Runde wollte der ZSC gegen den EHC Thalwil wieder auf die Siegesstrasse einkehren. Da die Zürcher Unterländer aus bisher drei Spielen zwei Siege eingefahren haben, war jedem klar, dass dies kein Sonntagsspaziergang werden wird.

Jedoch zeigte die Leistungskurve nach dem verlorenen Cup-Spiel, im Vergleich zu den vorherigen zwei Niederlagen, eine steigende Tendenz.
 
Entgegen dieser Kurve startete der ZSC schlecht in das erste Drittel. Viele Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler führten zu zahlreichen Strafen gegen den ZSC. Der EHC Thalwil liess sich nicht zweimal bitten und konnte nach knapp vier Minuten in doppelter Überzahl das Score eröffnen.
Die erhoffte Reaktion blieb aus. Und so konnte man die Thalwiler nicht daran hindern auch den zweiten Treffer dieses Abends zu markieren. Und es kam noch schlimmer. Nach einer weiteren Strafe gegen die Hausherren erhöhte der EHC Thalwil im Powerplay zum zwischenzeitlichen 0:3. Da sich der EHCT jedoch kurz vor Drittelende zwei Strafen leistete, ging der ZSC mit einer laufenden doppelter Überzahl in die erste Pause.
 
 
Dass es so nicht weitergehen kann war jedem bewusst. Die Bandengeneräle Carlo Strebel und Heinz Herter forderten, dass man endlich aufwachen und beginnen sollte Eishockey zu spielen.
 
Es schien, als hätten die Coaches die richtigen Worte gefunden. Der ZSC startete das zweite Drittel hellwach und leistete sich weniger Fehler. So kam es, dass man in doppelter Überzahlt das 1:3 durch Pascal Paulus #34 (Yannick Staenz #11 und Benjamin Schmid #90) erzielte. Dies war definitiv der Weckruf des Löwen. Die Zürcher zeigten sich sehr laufbereit und wollten dieses Spiel unbedingt drehen. Und als zwei Minuten später Marco Gürtler #52 (Valerio Dell'Avvocata #55, Raphael Staub #26) den zweiten Treffer des ZSC erzielte, glaubte auch der letzte Anhänger auf der Tribüne daran, dass dieses Spiel noch gewonnen werden kann.
Die Aufholjagd wurde durch eine Strafe der Zürcher jedoch jäh gebremst. Das Ziel war es diese Strafe ohne Gegentor zu überstehen. Doch es kam noch besser. Kurz bevor die Strafe der Löwen abgelaufen war, erzielte Yannick Staenz #11 auf hartnäckige Vorarbeit von Marco Gürtler #52 den Ausgleich. Der ZSC meldete sich zurück in diesem Spiel.
Unglücklicherweise sorgte eine kleine Unachtsamkeit zur Spielmitte für den erneuten Führungstreffer für die Gäste. So ging man wieder mit einem Rückstand, jedoch nur mit einem Tor, in die zweite Pause.
 
Durch eine Strafe, welche man sich noch unmittelbar vor Schluss des zweiten Drittels einhandelte, musste der ZSC zuerst in Unterzahl agieren. Dieses Unterfangen wurde durch eine weitere Strafe einiges erschwert. Dadurch konnte der ECHT den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Der ZSC wirkte etwas aus der Fassung gebracht und reagierte wieder ungeschickt und fehlerhaft. Dies half den Thalwilern auf 3:7 davon zu ziehen. Die erhofften Punkte entfernten sich immer weiter von den Löwen. Jedoch fand der ZSC mit drei schnellen Toren innerhalb von 5 Minuten (Yannick Staenz #11, Pass von Florian Heinzmann #27 und Francesco Pulice #92 - Pascal Paulus #34, Pass von Francesco Pulice #92 - Staub Raphael #26, Pass von Marco Gürtler #52 und Valerio Dell'Avvocata #55) den Anschluss. Unglaublich aber wahr; vier Minuten vor Schluss waren die Zürcher nur ein Tor von einem Punkt entfernt.
Die Freude über den Anschlusstreffer hielt leider nicht lange. Nicht mal eine Minute später erzielte der ECHT das achte Tor und sorgte so für die Vorentscheidung. Mit weiteren unnötigen dummen Strafen nahm man sich den Wind gleich selbst aus den Segeln und verlor das Spiel mit 6:8.
 
Rückblickend ist es klar das erste verschlafene Drittel, welches den Zürcher das Genick brach. Des Weiteren wurden zu viele Strafen genommen und individuelle Fehler begangen. Leider konnte man in diesem Spiel nie an die Leistungen aus dem vorherigen Cup-Spiel anknüpfen.
Nächstes Wochenende hat der ZSC spielfrei und spielt erst in zwei Wochen wieder. Das bedeutet, dass man genug Zeit hat um gut zu Trainieren und sich auf dieses Spiel einzustellen. Denn auch vom kommenden Gegner, dem EHC Engelberg-Titlis, dürfen keine Geschenke erwartet werden.

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